24.10.2019

Die Theorie des Mentalisierens gehört zu den innovativsten wissenschaftlichen Neuerungen in der Psychotherapie der letzten Jahrzehnte. Als Klinische Theorie hat sie herausgearbeitet, dass die Fähigkeit, das Handeln anderer und das eigene in Begriffen von Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten zu verstehen, einen Schüssel zu psychischer Gesundheit darstellt und ein maßgeblicher Faktor für Veränderungsprozesse  ist. In seiner Weiterentwicklung und Rezeption spielt Mentalisieren in allen Bereichen, in denen sich Menschen begegnen und kommunizieren, eine zentrale Rolle. Auf dem Fachtag werden die Grundlagen des Konzeptes vorgestellt, ihre Übertragbarkeit und Passung zu systemischen Settings von Jugendhilfe und Schule erläutert und nicht zuletzt für eine breitere Anwendung mentalisierungsbasierter Pädagogik geworben.

Prof. Dr. Peter Fonagy ist Psychoanalytiker und Leiter des Anna Freud National Centre for Children and Families in London. Er zählt zu den Urhebern des Konzeptes des Mentalisierens und entwickelte daraus die mentalisierungsbasierte Psychotherapie.

Prof. Dr. med. Eia Asen, Facharzt für Psychiatrie und Systemischer Therapeut, gilt als Wegebereiter der Multifamilienarbeit, die er am Marlborough Family Service in London entwickelt hat.

Der Fachtag findet in englischer Sprache mit Übersetzung statt.